Telemark

Ferse frei und ohne Bindung

Die Saison 2019/20 war für die komplette Wintersportszene ein wahrer Balanceakt. Unbeständige Witterungsbedingungen, aber auch die Corona-Pandemie erschwerten die Planung und Durchführung vieler Veranstaltungen. Nach dem Karriereende seines Bruders Louis im Frühjahr 2019 ist Maximilian Uber nun der einzige VfL-Athlet im Weltcup-Team des DSV. Auch für ihn hielt der vergangene Winter einige Herausforderungen bereit.

Zunächst begann die Wintervorbereitung mit dem Nationalteam gewohnt mit Trainingslehrgängen auf den Gletschern in Hintertux und im Stubaital. Leider mussten auch hier einige Termine aufgrund von Schneemangel oder aber Lawinengefahr in den Tälern abgesagt werden.

Mitte Dezember fand das DSV Team in St. Moritz (Schweiz) für einen einwöchigen Lehrgang nochmal perfekte Trainingsbedingungen vor, bevor es in die Weihnachtspause ging. Hier wurde am Feinschliff für die Saison gearbeitet und Maxi nutzte die Gelegenheit, Rennluft zu schnuppern und ging beim Europacup der alpinen Para-Skifahrer als Vorläufer an den Start.

Mitte Januar starteten die Telemarker in den französischen Alpen dann in die Weltcup-Saison. Maxi verpasste studienbedingt allerdings die ersten Wettbewerbe und konnte so erst bei den Rennen im norwegischen Rjukan Anfang Februar in das Renngeschehen eingreifen. Er fuhr hier mit Platz 29 zu seinen ersten Weltcuppunkten in dieser Saison. Weitere sollten nicht mehr hinzukommen – die Rennen am Oberjoch mussten witterungsbedingt abgesagt werden, die Durchführung der darauffolgenden Weltcups in Thyon und Mürren (beides Schweiz) fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. Lediglich ein FIS Rennen im schweizer Ort Melchsee-Frutt konnte Anfang März noch durchgeführt werden. Hier führ Maxi in einem starken Teilnehmerfeld auf Rang 8.

Festivals wie das Telemarkfest in Riezlern wurden auf zunächst auf 2021 verschoben. Ob und in welcher Form die Veranstaltungen stattfinden können ist noch fraglich. Auch die geplanten vier Weltcuprennen am Oberjoch wurden im Wettkampfkalender der FIS zunächst nur vorläufig auf den Zeitraum vom 21.-24. Januar 2021 angesetzt. Wir werden alle gespannt abwarten müssen, inwiefern Festivals, Kurse und andere Aktivitäten im kommenden Winter möglich sind.

Es gilt jetzt mit Maske und Abstand „zusammenzustehen“, zuversichtlich zu bleiben und das Beste aus der Situation zu machen.

Verliert den Spaß am Sport nicht und vor Allem: Bleibt gesund!

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